Forschungsdesign und Arbeitspakete

Normativer und konzeptioneller Rahmen

Ausgehend von unterschiedlichen Autonomiekonzepten wird die Frage gestellt, welche Maßnahmen notwendig sind, um dem Autonomieverständnis des Einzelnen gerecht zu werden und welche rechtlichen, ethischen und kommunikativen Herausforderungen sich hiermit verbinden. Komplexe Entscheidungen am Lebensende, betrachtet aus den Blickwinkeln verschiedener Disziplinen wie Medizin – Ethik – Recht sollen in ein normatives Gerüst eingebettet werden.

Ist-Stand & Bedürfnisanalyse

Die Ist-Stand- Analyse dient der Erfassung der Ausgangssituation im Untersuchungsfeld. Mittels einer Einrichtungsbefragung und der Erhebung und Analyse vorhandener Vorsorgedokumente im m Untersuchungsfeld soll die aktuelle Praxis zur Vorausplanung der Versorgung sowie deren Art und Ausmaß abgebildet werden.

Die Bedürfnisanalyse, in Form von strukturierten Interviews mit Bewohner*innen sowie deren Angehörigen, zielt auf die Rekonstruktion von Wünschen, Bedürfnissen und Ängsten bzgl. der gesundheitlichen Versorgung für die letzte Lebensphase ab.

Entwicklung und Implementierung eines Vorausplanungskonzeptes

Basierend auf internationaler Evidenz, eigenen empirischen Befunden und Ableitungen aus normativ-konzeptionellen Vorüberlegungen wird ein Gesprächsleitfaden zur Initiierung und Durchführung von Vorausplanungsgesprächen zum Einsatz in stationären Pflegeeinrichtungen entwickelt und mit Unterstützung des Projektbeirates konsentiert. Potenzielle Anwender*innen werden bezüglich des Einsatzes und weiterer relevanter Aspekte im Kontext von Vorausplanungsprozessen geschult.

Formative Evaluation

Der Einsatz sowie die Akzeptanz und Praktikabilität des  Vorausplanungskonzeptes werden formativ evaluiert. Es finden teilnehmende Beobachtungen der Vorausplanungsgespräche sowie eine anschließende 12-Monats-Verlaufserhebung in Bezug auf Umsetzungsaspekte statt.